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Kontrastreich, alle Horizonte übersteigend und voller Paradoxien – Angola ist eine vom Tourismus weitgehend unerschlossene Schönheit! Das Land besticht mit spektakulären Landschaften, einer reichen Geschichte, lebendigen Traditionen und einem tropisch-afrikanischen Lebensgefühl, das Besucher augenblicklich in seinen Bann zieht.

Reisenummer 73086

Wie finden Sie diese Reise:

Angola: Höhepunkte eines der unbekanntesten und faszinierendsten Reiseländer Afrikas - Muxima – Durch das Herz Angolas

Kontrastreich, voller Paradoxien und vom Tourismus weitgehend unentdeckt, besticht Angola mit spektakulären Landschaften, einer reichen Geschichte, lebendigen Traditionen und einem tropisch-afrikanischen Lebensgefühl, das Besucher augenblicklich in seinen Bann zieht.

Spektakuläre Naturräume und faszinierende Historie

Die üppig grünen Hochlandregionen Angolas mit ihren wilden Wasserfällen und in die Landschaft gewürfelten Inselbergen werden im Westen vom Atlantik und fast 1650 Kilometern unberührter Küste begrenzt und gehen im Süden in die hohen Dünenfelder der Namib über. Das Gebiet zwischen Kongo und Kunene mit seinen natürlichen Reichtümern war im Lauf der Jahrhunderte Schauplatz einer wechselvollen Geschichte. Bedeutende Herrscher (N’Gola) wie Königin Njinga, eine gefürchtete Kriegerin und Widerstandskämpferin, oder der poetische Revolutionär und erste Präsident des Landes, Agostinho Neto, mit seinem Traum von einem freien und gemeinschaftlichen Angola, sind nur zwei der beeindruckenden Persönlichkeiten, die das Land prägten.

Alle Höhepunkte des Landes und ein einmaliges Lebensgefühl

Die Reise führt Sie von der Mega-Metropole Luanda, über die wundersamen Felsformationen von Pungo Andongo und die dichten Kumbira-Wälder, zu den Ausläufern der Namib-Wüste im Süden des Landes. Der Rückweg folgt der Küstenlinie, wo Traumstrände, ehemals wohlhabende Kolonialstädte wie Benguela und der Kissama-Nationalpark auf Sie warten. Die Reise zu den kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten des Landes ist auch eine Reise der menschlichen Begegnungen. Genießen Sie bei einem Papo (Plauderei) auf der Esplanada den fantastischen Sinn für Humor der einfachen Leute! Lauschen Sie sinnlichen Semba-Rhythmen und probieren Sie Mufete (Grillfisch) mit feurigscharfem Jindungo! Lassen Sie sich einfach davontragen, werden Sie vorübergehend selbst zum Muangolé und entdecken Sie das Herz (Muxima) und Lebensgefühl des wahren Angola!

Höhepunkte

  • Umfassende Erkundung der Mega-Metropole Luanda
  • Ein Hauch Unendlichkeit – Schwarze Felsen von Pungo Andongo und Dünenmeer der Namib
  • Früherer Glanz und Niedergang kolonialer Herrlichkeit in Benguela
  • Bootsfahrt auf dem Kwanza und Safari im Kissama-Nationalpark
  • Berauschende Kalandula- und Binga-Wasserfälle
  • Spektakuläre Ausblicke am Tunda-Vala-Felsriss und Serra-da-Leba-Pass

Reiseverlauf

1. Tag : Anreise

Am späten Abend fliegen Sie von Frankfurt nach Luanda.


Flug ab: FRA Flug bis: LAD

2. Tag : Ankunft in Luanda | Baixa-Erkundung & Skyline-Dinner auf der Ilha do Cabo

„Bem vindo em Luanda!“ In den Mittagsstunden empfängt Sie Ihr DIAMIR-Reiseleiter am Flughafen der angolanischen Hauptstadt und unterstützt Sie bei letzten Vorbereitungen für Ihre Angola-Rundreise (Geldtausch, SIM-Karte usw.). Danach können Sie sich im Hotel frisch machen und kurz ausruhen bevor Sie zu einem Spaziergang durch die Straßenzüge der Baixa, dem historischen Herz und Ursprung Luandas, aufbrechen. Vorbei an der Kirche Nossa Senhora dos Remédios (17. Jh.) und dem Museu Nacional de Antropologia, kommen Sie zur Seepromenade Marginal, wo Sie das warme Spätnachmittagslicht und einen tollen Blick auf die Festung São Miguel de Luanda (16. Jh.) genießen. Gegen Abend fahren Sie auf die vorgelagerte Landzunge Ilha do Cabo, der Ort, an dem die Portugiesen 1575 die Siedlung São Paulo de Loanda gründeten und der heute mit Copacabana-Flair und teuren Wohnanlagen aufwartet. Luanda wird immer wieder der dubiose Titel der teuersten Stadt der Welt zugeschrieben und beim Panoramablick auf die abendliche Skyline aus einem der schicken Restaurants, bekommen Sie selbst eine Vorstellung vom rasanten Wandel der Stadt und der neuen, Petrodollar-befeuerten, urbanen Vision, die hier Gestalt annimmt. Übernachtung im Skyna Hotel.


Mahlzeiten: 1×A

Ilha do Cabo, Luanda © Diamir

3. Tag : N'dalatando – Kalandula-Wasserfälle

Früh am Morgen brechen Sie ins Innere des Landes auf. Nach gut 200 Kilometern durch die Bengo- und Nord-Kwanza-Provinz erreichen Sie die Gartenstadt N’dalatando am Fuß des Pinda-Berges. Zu Kolonialzeiten wurden hier Blumen gezüchtet und noch heute lädt der alte, romantisch verwucherte Botanische Garten zu einem Besuch ein. Unternehmen Sie einen kleinen Spaziergang zwischen den Tropenbäumen, aber verlieren Sie sich nicht! Schließlich wollen Sie rechtzeitig an den Kalandula-Wasserfällen sein und dort ausreichend Zeit zur Verfügung haben. Die Quedas de Kalandula (früher Quedas do Duque de Bragança) am Lucala-Fluss sind 105 m hoch, 400 m breit und wirken wie eine kleine, nicht minder beeindruckende Schwester der Victoriafälle. Genießen Sie den majestätischen Blick auf die Fälle und spazieren Sie ein wenig Richtung Fallkante. Wenn Interesse besteht und Sie sich fit fühlen, kann Ihr Reiseleiter auch einen lokalen Guide organisieren und mit Ihnen den abenteuerlichen Abstieg zum Fuß der Fälle wagen (30 min eine Wegstrecke). Nachdem Sie sich satt gesehen haben, besteht die Möglichkeit, die schöne Missionskirche São Miguel zu besuchen. Diese steht etwas unerwartet, mitten im Nirgendwo nördlich von Kalandula und wurde glücklicherweise von den Kampfhandlungen der Bürgerkriegsjahre verschont. Übernachtung in einfacher Pension. (Fahrzeit ca. 5-6h, 370 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Wasserfälle Angolanisches Hochland © Diamir

4. Tag : Pedras Negras von Pungo Andongo – Kaffeeanbau auf der Fazenda Cabuta

Der heutige Tag führt Sie zu den Pedras Negras (Schwarze Felsen) von Pungo Andongo, die schon David Livingstone im Jahr 1854 schwer beeindruckten. Pungo Andongo ist eine ungewöhnliche, mehrere Kilometer lange Landschaft von bis zu 200 m hohen, solitären Felsen. Der Moos- und Flechtenbewuchs der Steine verleiht ihnen eine mystische Aura und auch geologisch sind sie rätselhaft, da ihr hartes Sedimentgestein nicht so recht in die weitere Topografie passt. In Pungo Andongo befand sich einst die befestigte Hauptstadt des Ndongo-Königreichs und keine geringere als die Kriegerkönigin Njinga selbst, soll auf den Steinen ihre Fußspuren hinterlassen haben. Die Legende will es, dass die Königin beim Bade von Soldaten überrascht wurde, hastig über die Felsen floh und dabei ihre Abdrücke hinterließ. Sie haben ausreichend Zeit die Pedras Negras zu erkunden, können zwischen ihnen umherwandern und auch einen besteigen, um den fantastischen Blick über die Savannenlandschaft zu genießen. Danach führt Sie der Weg am Capanda-Damm vorbei in die Kaffeeanbauregion um Calulo. Ihr Tagesziel ist die Fazenda Cabuta, eine Musterplantage für die Revitalisierung des angolanischen Kaffeesektors und eine Vorreiterinitiative eines angolanischen Agrotourismus. Übernachtung auf der Fazenda Cabuta. (Fahrzeit ca. 4h, 240 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Landschaftlich Reizvolles Angola © Diamir

5. Tag : Fortaleza de Cambambe – Binga-Wasserfälle – Kumbira-Wälder

Am Morgen haben Sie die Gelegenheit, die Fazenda zu besichtigen und allerlei Wissenswertes über den Anbau des schwarzen Goldes zu erfahren. Danach setzen Sie die Reise durch das angolanische Hochland fort und passieren zunächst einmal den Kwanza-Fluss in Cambambe. Auf der Anhöhe über dem Fluss befinden sich noch immer die Ruinen des alten Forts von Cambambe, einer von zahlreichen bewaffneten Handelstützpunkten (wie Muxima und Massangano), die die Portugiesen entlang des Kwanza anlegten. Von Cambambe Richtung Süden führt der Weg durch eine der fruchtbarsten Regionen des Landes. Im historischen Kaffeeanbaugebiet um Gabela lagen einst riesige Kaffeeplantagen und machten Angola zum viertgrößten Produzenten weltweit. Durch eine üppige Landschaft mit vereinzelten Felsen erreichen Sie die wunderschönen Binga-Wasserfälle am Rio Keve. Je nach Wasserstand des Flusses bildet sich unterhalb der Fälle ein kleiner ‚Strand‘ und Sie können ein wenig umherwandern und die Füße ins kühle Nass stecken. Danach setzen Sie die Fahrt entlang der Kumbira-Wälder fort, ein beliebtes Habitat des Rothaubenturakos, dem geheimnisvollen Nationalvogel Angolas. Am späten Nachmittag erreichen Sie dann die Fazenda Uiri und werden mit hausgemachter angolanisch-portugiesischer Küche verwöhnt. Übernachtung auf der Fazenda Rio Uiri. (Fahrzeit ca. 5-6h, 310 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Straßenmarkt in Angola © Diamir

6. Tag : Lobito | Restinga

Der Tag beginnt zunächst mit einem steilen Abstieg. Über 1000 Höhenmeter fahren Sie aus dem Hochland hinab und erreichen in Sumbe erneut die Atlantikküste. Ihr heutiges Tagesziel ist die Hafenstadt Lobito, berühmt für seine Landzunge und Erholungsmeile Restinga. Lobito ist auch Ausgangspunkt der berühmten Benguela-Bahn, die sich von hier über Benguela und Huambo bis zur kongolesischen Grenze schlängelt. In Lobito angekommen, unternehmen Sie einen kleinen Spaziergang im Stadtzentrum und können den städtischen Markt besuchen. Die Markthalle selbst ist ein gutes Beispiel für das, was man architektonisch Moderno Tropical nennt – ein moderner, offen-geschlossener Baustil, der vor allem von Architekten der sogenannten Porto-Schule, in den 50er-60er Jahren in den portugiesischen Überseegebieten umgesetzt wurde. So wie Luanda mit Architekten wie Vasco Vieira da Costa und Fernão Simões de Carvalho verbunden ist, wurde Lobito maßgeblich durch das architektonische Schaffen von Francisco Castro Rodrigues geprägt. Nach dem kleinen Spaziergang fahren Sie zur Restinga, wo Sie den restlichen Nachmittag am Strand verbringen und die Landzunge erkunden können. Spazieren Sie entlang der kolonialen ‚Strandvillen‘, hüpfen Sie ins Meer, besuchen Sie das Museu de Etnografia oder die Kirche Nossa Senhora da Arrábida – und vor allem, genießen Sie den Sonnenuntergang bei einem eiskalten Cuca und einem Schwatz in einer der zahlreichen Strandbars! Übernachtung im Hotel Terminus. (Fahrzeit ca. 5h, 280 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Junge vor Schiffswrack, Angola © Diamir

7. Tag : Koloniale Spurensuche in Benguela – Praia da Caotinha

Am heutigen Tag liegen nur wenige Straßenkilometer vor Ihnen und der Tag verheißt viel Entspannung. Nach einem kurzen Stopp am alten Fort am Rio Catumbela erreichen Sie bereits Benguela – berühmt für seine breiten Avenidas und sein vielfältiges koloniales Bauensemble. Benguela hat seinen Ursprung in einem königlichen Handelskontor, das hier 1617 errichtet wurde. Vom Profit des Sklavenhandels mit Brasilien gelockt, siedelten sich schnell zahlreiche Kaufleute, Söldner und Abenteurer um die portugiesische Siedlung an und auch mit dem Ende der Sklaverei, sollte Benguela ein wichtiges Handelszentrum und Ziel des Karawanenhandels aus dem Inneren Afrikas bleiben. Bei Ihrem Stadtrundgang durch das historische Zentrum Benguelas können Sie die Geister der Vergangenheit spüren und an der Kirche Nossa Senhora do Pópulo (1748), dem alten Stadtpark und der Stadtverwaltung in die vermeintlich glorreichen, aber oftmals gewaltsamen Zeiten früherer Jahrhunderte eintauchen. Nach dem gemeinsamen Stadtrundgang können Sie selbständig das Museu Nacional de Arqueologia besuchen oder noch etwas den Stadtstrand Praia Morena erkunden. Am Nachmittag fahren Sie dann hinaus aus Benguela an die raue Küste südlich der Stadt, wo Sie der Traumstrand von Caotinha erwartet. Übernachtung im Hotel Duas Faces. (Fahrzeit ca. 1-2h, 70 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M/A)

Portugiesisches Erbe © Diamir

8. Tag : Lubango – Tunda-Vala-Felsriss

Heute gilt es zunächst eine lange Fahrtstrecke zu überwinden. Über die Ortschaften Chongorói und Quilengues fahren Sie erneut 1700 Höhenmeter hinauf in die Hochebene und erreichen am Nachmittag Lubango, die mit 900.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Angolas und Hauptstadt der Provinz Huíla. Die Entstehung von Lubango ist interessant, da sie eng mit dem Verbot des Sklavenhandels zusammenhängt, einer Zeit als die Landwirtschaft in den Kolonien mehr an Bedeutung gewann. Das günstige Klima und landwirtschaftliche Potenzial des Chela-Hochlandes waren den Portugiesen schon seit dem 17. Jh. bekannt, aber erst Ende des 19. Jh. fassten Sie den Plan, das Gebiet großflächig zu erschließen. So kam es, dass sich 1885 die ersten 222 Portugiesen aus Madeira niederließen und Lubango (damals Sá da Bandeira) gründeten. Je nach Ankunft in Lubango können Sie sich im Hotel frisch machen und brechen dann zum 17 km entfernten Naturwunder Tunda-Vala auf. Auf dem Weg dorthin befindet sich eine kleine Kuriosität, das Le-Chalet-Café der Serra-N’tandavala-Molkerei in dem Sie angolanische Käsespezialitäten probieren können. Tunda-Vala selbst ist ein 130 m breiter und unglaubliche 1000 m tiefer Felsriss an der Kante des Chela-Massivs, der Sie leicht schwindelig macht und Ihnen einen spektakulären Blick in die Weite des Tieflandes bietet. Übernachtung im Casper Resort. (Fahrzeit ca. 6-7h, 360 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Abendstimmung © Diamir

9. Tag : Lubango | Cristo-Rei-Statue – Besuch der Muhila

Der Morgen beginnt im Stadtzentrum von Lubango mit einem Spaziergang von der Kathedrale São José über den Regierungspalast bis zum alten Bahnhof der Moçâmedes-Bahnlinie. Danach fahren Sie ins Umland und werden nahe der Kleinstadt Chibia eine Muhila-Siedlung besuchen. Die Muhila (Mwila, Mumuila, Mumuhuila) gehören zur ethnisch-sprachlichen Familie der Nyaneka-Khumbi und sind die ursprünglichen Bewohner des Gebiets. Sie leben noch weitestgehend traditionell, bauen Mais, Bohnen und Yams an, halten Rinder, Ziegen und Schafe und verkaufen nur gelegentlich Tiere auf lokalen Märkten, um die wenigen Sachen, die Sie benötigen (Salz, Zucker, Decken usw.), zu erwerben. Vor allem die Muhila-Frauen sind berühmt für ihre beeindruckenden Frisuren und ihren Perlenschmuck. Mit Baumrinde, Tierfett und einer Paste aus roter Erde formen die Frauen vier bis sechs kompakte Zöpfe und mit ihren Halsreifen aus bunten Glas- und Tonperlen bringen sie ihren sozialen Status (Pubertät, Heirat) zum Ausdruck. Zurück in Lubango erklimmen Sie am späten Nachmittag den Stadtberg mit der großen Cristo-Rei-Statue und dem „Lubango“-Hollywood-Schriftzug. Die Statue von 1957 ist 28 m hoch und eine der beliebtesten inländischen Touristenattraktionen und Pilgerstätten. Wie seine ‚Brüder‘ in Lissabon und Rio de Janeiro breitet der Cristo-Rei von Lubango seine Arme schützend über die Stadt und seine Bewohner aus. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 3h, 170 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Muila Frau © Diamir

10. Tag : Serra da Leba – Besuch der Mucubal – Namibe-Reservat

Mit der heutigen, spektakulären Fahrt hinab zur Küste sagen Sie dem angolanischen Hochland „Tchau!“. Es erwartet Sie zunächst ein wahres Ingenieurskunstwerk – die 1915 von Artur Torres gebaute Serra-de-Leba-Passstraße, die mit ihren zahlreichen engen Windungen auf nur wenigen Kilometer 800 Höhenmeter überbrückt. Am Fuß des Chela-Massivs angekommen, ändert sich fast schlagartig das Klima und Sie finden sich in einer heißen Trockensavannen- und Halbwüstengegend wieder. Dieses Land ist das Land der halbnomadisch lebenden Mucubal. Die Mucubal sind Viehzüchter, bauen zeitweilige Siedlungen und vor allem in Dürreperioden müssen die jungen Männer weite Strecken zurücklegen, um ausreichend Weidegrund und Wasser für Ihre Tiere zu finden. Bei einem Besuch in einer Mucubal-Siedlung können Sie erfahren, wie sich diese ‚Lebenskünstler‘ in ihrem lebenswidrigen Terrain behaupten. Danach geht die Fahrt weiter entlang vereinzelter Marktflecken und dystopischer Siedlungen wie Caraculo ins Namibe-Reservat, das zusammen mit dem südlichen Iona-Nationalpark dafür sorgt, dass die angolanische Namib fast vollständig unter Schutz steht. Ihr heutiges Tagesziel, die Flamingo Lodge, liegt mitten in dieser Wüstenwelt an einem malerisch unberührten Küstenabschnitt nahe dem Trockenflussbett des Flamingo-Flusses. Übernachtung in der Flamingo Lodge. (Fahrzeit ca. 4h, 240 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M/A)

Serra da Leba, Angola © Diamir

11. Tag : Lagoa dos Arcos – Namibe

Nutzen Sie den entspannten Morgen für einen beherzten Sprung in den Atlantik! Danach brechen Sie in die Weiten des Namibe-Reservats auf, besuchen die Lagune der Bögen (Lagoa dos Arcos) und machen Bekanntschaft mit dem Methusalem der Wüste, der bis zu 1000 Jahre alten Welwitschia-Mirabilis-Pflanze. Die Lagoa dos Arcos ist eine Frischwasseroase mitten im trockenen Nirgendwo, die von den massiven Sandsteinbögen einer erodierten Felsklippe gerahmt wird und ein fantastisches Fotomotiv abgibt. Am Nachmittag geht es weiter nach Namibe (Moçâmedes), eine angenehme Küstenstadt mit Seepromenade. Die Bucht von Namibe wurde schon 1485 vom portugiesischen Seefahrer Diego Cão entdeckt, aber es sollte bis 1840 dauern, dass die Portugiesen das Fort São Fernando errichteten, um ihren Besitzanspruch im äußersten Süden Angolas zu untermauern. Im weiteren Verlauf der Geschichte wurde Namibe zu einem wichtigen Fischereizentrum und zu einer nicht unbedeutenden Hafenstadt. Bei einem Bummel durch das Zentrum können Sie die Ruine des futuristischen Cine Estudio Namibe besichtigen und kommen am alten Fort, das immer noch militärisch genutzt wird, vorbei. Eine der kleinen Strandbars an der Marginal bietet später den idealen Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen. Übernachtung im Hotel Iu. (Fahrzeit ca. 2-3h, 120 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Cinema in Namibe, Angola © Diamir

12. Tag : Küstenszenerie von Bentiaba und Lucira – Dombe Grande – Lobito

Am heutigen und morgigen Tag gilt es die lange Strecke nach Luanda zurückzulegen, doch unzählige kleinere und größere Überraschungen entlang des Weges werden die Tage kurzweilig erscheinen lassen. Von Namibe führt die küstennahe Straße durch die Halbwüste Richtung Norden. In den gelegentlichen Trockenflussläufen finden Sie kleine Fazendas, verstreute Mucubal-Siedlungen laden zu einem weiteren Besuch ein und bei den Ortschaften Bentiaba und Lucira bieten sich Ihnen wunderbare Ausblicke auf die wilde Atlantikküste. Kurz vor Benguela kommen Sie in die Kleinstadt Dombe Grande, die mit ihren Kolonialhäuschen und schattenspendenden Bäumen wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Der Rio Coporolo bietet hier eine kleine fruchtbare Insel in einer sonst kargen Gegend, die seit der Kolonialzeit für den Zuckerrohranbau genutzt wird. Am Nachmittag erreichen Sie wieder Lobito, wo Sie sich den Wüstenstaub von den Schultern klopfen und bei einem Sundowner auf der Restinga die trockene Kehle befeuchten können. Übernachtung im Hotel Terminus. (Fahrzeit ca. 6-7h, 430 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M (LB)/A)

Welwitschia Mirabilis, Angola © Diamir

13. Tag : Grutas da Sassa – Porto Amboim – Kwanza-Fluss

Die Fahrt geht weiter Richtung Norden und nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichen Sie den Küstenort Sumbe. Dort befinden sich wenige Kilometer östlich der Stadt die Sassa-Höhlen (Grutas da Sassa), die der Rio Cambongo und Tropfwasser im Gestein geschaffen haben. Bei einem Spaziergang haben Sie einen tollen Ausblick auf die Cambongo-Schlucht und können als Hobby-Speläologe, die enorme Eingangshalle des Höhlensystems mit ihren Stalaktiten erkunden. Zurück auf der Straße kommen Sie in den Mittagsstunden in die schöne Hafenstadt Porto Amboim. Der beliebte Badeort wartet mit kleinen Strandrestaurants auf, in denen Sie frischen Grillfisch und die wohlige Meeresbrise genießen können. Entspannt geht es weiter zum Cabo Ledo, dem fröhlichen Kap, das mit seinem Praia dos Surfistas und den erschwinglichen Resorts als das Surf-Mekka Angolas gilt. Dort können Sie den Cracks bei ihrem Wellenritt zuschauen oder sich selbst in die Wellen stürzen bevor Sie die letzten wenigen Tageskilometer zurücklegen und mit der untergehenden Sonne die Kwanza-Mündung erreichen. Übernachtung in der Kwanza River Lodge. (Fahrzeit ca. 6-7h, 440 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M/A)

Miradouro da Lua, Angola © Diamir

14. Tag : Kwanza-Bootstour – Kissama-Nationalpark – Luanda

Der Morgen beginnt mit einer Bootsfahrt auf dem Kwanza-Fluss, der hier nach 960 Kilometern in den Ozean mündet. Der Kwanza ist nicht nur der Namensgeber der angolanischen Währung, sondern auch ein Paradies für Birder. Während Ihrer Bootstour werden Ihnen mit Sicherheit zahlreiche Vogelarten, wie Seeadler, Goliath-Reiher, Palmgeier und verschiedene Eisvogel-Arten begegnen und vielleicht zeigt sich auch das eine oder andere Krokodil. Zurück an Land fahren Sie wenige Kilometer nördlich zum Naturphänomen Miradouro da Lua (Aussichtspunkt des Mondes), einer farbenfrohen Erosionslandschaft, die Wind und Regen im Lauf der Zeit geschaffen haben. Nach einer Stärkung in der Lodge, ist der Nachmittag dann ganz dem Kissama-Nationalpark gewidmet. Vom Kawa-Camp, dem Hauptquartier des Parks, brechen Sie zu einer Pirschfahrt in die urige Wildnis auf. Die wunderschöne Flusslandschaft und die zahlreichen massigen Baobabs in der Savanne verleihen dem Park einen ganz eigenen magischen Charme. Der Kissama NP mag nicht die Tierpopulationen anderer Nationalparks im südlichen Afrika aufweisen, doch auch er hat eine Vielzahl von Tieren zu bieten und Elefanten, Giraffen, Elenantilopen, Kudus, Zebras und weitere Arten können bei Safaris gesichtet werden. Gegen Abend verlassen Sie den Park und legen noch die verbleibenden Kilometer bis Luanda zurück. Übernachtung im Skyna Hotel. (Fahrzeit ca. 3h, 180 km).


Mahlzeiten: 1×(F/M/A)

Leierantilopen im Morgengrauen © Diamir

15. Tag : Stadtbesichtigung Luanda

Ein Luanda an sich existiert nicht; die Stadt ist vielmehr eine Ansammlung von verschiedenen Lebensrealitäten. Betuchte Wohnanlagen und Musseques (arme Bairros) liegen mitunter nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Vor den Schaufenstern der neuen Shopping-Malls stehen Novos-Ricos (Neureiche) und Roboteiros (Gepäckträger) Schulter an Schulter, die Einen, um zu kaufen und die Anderen, um zu träumen. Im Candongueiro (Minibus) kämpfen junge Unternehmer und Zungueiras (Straßenverkäuferinnen) gleichsam um den letzten Platz, um rechtzeitig zum nächsten ‚Geschäftstermin‘ zu erscheinen. Der heutige Tag ist ganz Luanda gewidmet! Sie werden die verschiedenen geschichtlichen Highlights der Stadt besuchen und dabei immer wieder ein Gefühl für die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Stadt bekommen. Besuchen Sie die Festung São Miguel, das Sklavereimuseum, die Kirche Nossa Senhora da Nazaré und den Friedhof Alto das Cruzes und tauchen Sie in den kolonialen Ursprung der Stadt und die blutige Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels ein. Oder folgen Sie den Spuren des antikolonialen Widerstandes und der angolanischen Revolution und besuchen Sie das Agostinho-Neto-Mausoleum (im Volksmund Rakete), den Largo das Heroínas und die geschichtsträchtigen Viertel Sambizanga und Bairro Operário. Übernachtung wie am Vortag.


Mahlzeiten: 1×(F/M/A)

Statue von Agostinho Neto in Windhoek, Namibia © Diamir

16. Tag : Abreise

Até à próxima Angola… heute heißt es leider Abschied nehmen! Nach dem Frühstück können Sie noch ein wenig entspannen bevor Sie Ihr Reiseleiter gegen Mittag am Internationalen Flughafen von Luanda verabschiedet.


Mahlzeiten: 1×F Flug ab: LAD Flug bis: FRA

Luanda, Angola © Diamir

17. Tag : Ankunft in Deutschland

Sie landen am Morgen in Deutschland.


Leistungen

  • Linienflug ab/an Frankfurt nach Luanda und zurück mit Ethiopian Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
  • DIAMIR-Reiseleitung
  • zusätzlich wechselnde, Englisch sprechende, lokale Guides und Ranger
  • Alle Transfers und Fahrten laut Programm
  • Alle Ausflüge laut Programm
  • alle Eintritte und Nationalparkgebühren laut Programm (Stand 1.6.21)
  • 9 Ü: Hotel im DZ
  • 2 Ü: Lodge im DZ
  • 2 Ü: Gästehaus im DZ
  • 1 Ü: Pension im DZ
  • Mahlzeiten: 14×F, 5×M, 8×M (LB), 14×A

Nicht enthaltene Leistungen

ggf. erforderliche PCR- oder Antigen-Schnelltests; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum Angola (ca. 70 EUR); optionale Ausflüge; Trinkgelder; Persönliches

Schwierigkeit: 1

Für diese Reise sind keine besonderen körperlichen Voraussetzungen erforderlich, aber die aktiveren Programmteile (Dorfbesichtigungen sowie Stadt- und Walderkundungen zu Fuß) benötigen eine gewisse körperliche Grundfitness (vergleichbar mit Spaziergängen für mehrere Stunden).

In den vergangenen Jahren wurden viele Straßen in Angola instandgesetzt, aber nichtsdestotrotz sollten Sie sich auf zum Teil schwierige Fahrtstrecken und auf einige holprige Pistenpassagen einstellen. Vor allem in den unmittelbaren Monaten nach der Regenzeit (April-Mai) sind einige Pisten noch nicht gewartet.

Bitte bringen Sie Flexibilität und Teamgeist sowie Toleranz und Interesse für andere Kulturen mit.

Bei Dorf- und Marktbesuchen sowie Wegbegegnungen sind Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit, Respekt und Sensibilität ausschlaggebend. Vor allem beim Besuch der Dörfer in Südangola sollte der Fotoapparat nicht das erste sein, was die Bewohner von Ihnen sehen, sondern Ihr freundliches Gesicht und ein netter Gruß. Wir bitten um Respekt und Aufmerksamkeit gegenüber der jeweiligen Situation und bei Porträts sollten Sie sich immer das Einverständnis der betreffenden Person einholen.

Reisedauer: 17 Tage

Teilnehmerzahl: Mindestteilnehmer: 5 Maximalteilnehmer: 6

Mindestteilnehmerzahl: 5, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich

Neben Ihrem DIAMIR-Reiseleiter begleitet diese Reise zusätzlich ein lokaler, Englisch sprechender Fahrer-Guide.

Aufgrund der kleinen Reisegruppe sind eine individuelle Betreuung, genügend Platz im Fahrzeug, gute Sicht aus dem Fahrzeug und ein komfortables Reisen gewährleistet.

Unterwegs sind Sie in einem nicht-klimatisierten, umgebauten Allradfahrzeug (Toyota Landcruiser) mit Hubdach und Fensterplatzgarantie. Das Allradfahrzeug ist für sechs Reisegäste plus Reiseleiter vorgesehen.

Während der gesamten Reise übernachten Sie in festen Hotels, Lodges und Gästehäusern mit eigenem Badezimmer. Die benannten Unterkünfte im Reiseverlauf werden vorrangig genutzt. Sollte in Ausnahmefällen dennoch eine Alternative infrage kommen, weist diese einen ähnlichen Standard auf.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen nicht garantiert werden können. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100 % vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir und unsere Partner vor Ort setzen jedoch all unsere Erfahrung und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.

Zuschläge

  • Zubringerflug ab D/A/CH auf Anfrage
  • Rail & Fly 2. Klasse EUR 60

Hinweise

Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

Anbieter / Veranstalter: Diamir Erlebnisreisen GmbH, Loschwitzer Str. 58, 01309 Dresden

Termine

Muxima – Durch das Herz Angolas

Einzelzimmerzuschlag € 9840

01.05.2022Sonntag, 1. Mai 2022 - Dienstag, 17. Mai 2022
17 Tage / 16 Nächte

8850.00 EUR

 

Kontakt

Diese Reise vermittelt Ihnen ein Reisebüro in Ihrer Nähe.

Reisebüroliste unter: http://www.aktives-reisebuero.de/karte

Aktives Reisebüro Netzwerk eG
Dorfgärten 2
78244 Gottmadingen
Deutschland

Telefon: +49 231 95 98 84 63
E-mail:info@aktives-reisebuero.de

Vertretungsberechtigter Vorstand: Timo Iserlohe, Alexander Growe

Registergericht: Freiburg im Breisgau
Registernummer: GnR 700010

Anbieter / Veranstalter: Diamir Erlebnisreisen GmbH, Loschwitzer Str. 58, 01309 Dresden